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krino. Philosophische Gesellschaft Bern

26.10.2017

Prof. Dr. Wolfgang Huemer (Università di Parma)

„Welcome to the desert of the real“: Fiktionalität und Weltbezug

Fiktionale Werke sind in unserer Gesellschaft sehr präsent; viele schätzen sie, weil sie die Schranken der Realität hinter sich lassen und zu einem freien Spiel der Imagination einladen. Sie stellen sich nicht die Aufgabe, die aktuale Welt zu beschreiben, sondern entwerfen andere mögliche Welten. Somit scheinen der Phantasie der Autorinnen und Autoren keinerlei Grenzen gesetzt. Diese Freiheit hat aber auch oft zu Kritik Anlass gegeben: Wenn fiktionale Werke keinerlei Weltbezug haben, dann ist jedwede Beschäftigung mit ihnen bloßer Zeitvertreib, der von den wesentlichen Sachen ablenkt und im schlimmsten Fall zur Weltflucht einlädt. Das rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob und wenn ja, welche Grenzen fiktionalen Werken tatsächlich gesetzt sind – und was diese Grenzen über den Weltbezug fiktionaler Werke aussagen können. Auf diese Weise wird es auch möglich zu zeigen, dass die Beschäftigung mit fiktionalen und literarischen Werken sehr wohl einen Wert haben kann, der über die reine Unterhaltung hinaus geht.

Donnerstag 18.15 Uhr
Referat ca. 1 Std., Diskussion ca. 1 Std.
Hörsaal F-122, Lehrgebäude Unitobler, Lerchenweg 36, Bern