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krino. Philosophische Gesellschaft Bern

24.10.2019

Dr. Martina Herrmann (TU Dortmund)

Vertrauen und Vergebung

Gute Beziehungen haben eine Vertrauensbasis. Aber auch Menschen, die sich nahestehen, brechen Versprechen, die sie einander gegeben haben, oder betrügen einander. Solche moralischen Fehltritte sind gleichzeitig persönliche Enttäuschungen. Der Fehltritt wird übelgenommen. Zugleich wurde Vertrauen dabei verletzt und die Beziehung leidet darunter. Wir haben moralische und soziale Muster der Reparatur. Wer einen moralischen Fehler begangen hat, bemüht sich um Vergebung, und die wird häufig gewährt. Doch hier ist etwas merkwürdig: unter bestimmten Umständen sollte man seinen Mitmenschen vergeben. Gleichzeitig soll die Vergebung aber etwas sein, das die verletzte Person nach Belieben auch nicht gewähren kann. Wie kann beides sein? Dazu möchte ich einen Vorschlag machen, in dem Vertrauen und dessen Wiederherstellung eine erklärende Rolle spielen.

Donnerstag 18.15 Uhr
Referat ca. 1 Std., anschliessend Diskussion
Hörsaal F-121, Unitobler, Lerchenweg 36, 3012 Bern